Hiatushernien/Zwerfellbruch. Hiatushernien: Definition. Bei Hiatushernien handelt es sich um angeborene Fehlbildungen im Bereich des Zwerchfells. Das Zwerchfell trennt den Brustraum gegen den Bauchraum ab. Es existieren normalerweise nur einige schmale Durchlässe, durch die beispielsweise die große Körperschlagader (Aorta) oder auch die Speiseröhre (Ösophagus) durchtreten. Durch die Speiseröhre wird ja unsere Nahrung vom Mund in den Magen transportiert. Ein dicht schließendes Zwerchfell verhindert, dass Organe des Bauchraumes durch Druckerhöhung (Bauchpresse) oder durch Lageänderungen in den Brustraum gelangen können. Die Wicker-Klinik Bad Wildungen wurde 1965 als erste Klinik der Wicker-Gruppe eröffnet. Heute sind wir eine moderne Rehabilitationsklinik, die drei medizinische Fachabteilungen mit den Indikationen Neurologie, Psychosomatik, Psychotherapie, Innere Medizin und Orthopädie unter einem Dach vereint.
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Hiatushernien/Zwerfellbruch

Hiatushernien: Definition

Bei Hiatushernien handelt es sich um angeborene Fehlbildungen im Bereich des Zwerchfells. Das Zwerchfell trennt den Brustraum gegen den Bauchraum ab. Es existieren normalerweise nur einige schmale Durchlässe, durch die beispielsweise die große Körperschlagader (Aorta) oder auch die Speiseröhre (Ösophagus) durchtreten. Durch die Speiseröhre wird ja unsere Nahrung vom Mund in den Magen transportiert. Ein dicht schließendes Zwerchfell verhindert, dass Organe des Bauchraumes durch Druckerhöhung (Bauchpresse) oder durch Lageänderungen in den Brustraum gelangen können. 

Man unterscheidet zwei verschiedene Typen von Hiatushernien: Bei axialen Gleithernien (sie machen 90 % aller Hiatushernien aus) sind diese Zwerchfelldurchtritte relativ breit. In der Folge können sich die oberen Magenanteile weitgehend frei zwischen den Körperhöhlen hin und her bewegen. Nur in 10 % der Fälle machen diese Hiatushernien Beschwerden wie z.B. Aufstoßen oder Druckgefühl in der Herzgegend.

Ungünstiger ist es, wenn dieser relativ freie Durchtritt nicht gewährleistet ist, sondern sich untere Teile des Magens quasi an den oberen, aber fixierten Teilen des Magens und der Speiseröhre vorbei durch den Zwerchfellspalt drängen. Man spricht bei diesen Hiatushernien von so genannten paraösophagialen Hernien. Dieses Vorbeischieben von Magen an der fixierten Speiseröhre führt zu einem Abknicken des Magens, je nachdem wie hoch er geschoben wird. Im Extremfall wird der gesamte Magen in den Brustraum gepresst (Upside-down-stomach). Man kann sich unschwer vorstellen, dass es dort eng werden kann. Erstaunlicherweise gehen aber selbst solch schwere Veränderungen meist ohne wesentliche Beeinträchtigungen vonstatten. Trotzdem ist diese Form der Hiatushernien problematisch, da es geschehen kann, dass das Zurückgleiten der Magenanteile nicht mehr gelingt und sie quasi an der Durchtrittsstelle durch das Zwerchfell abgeschnürt werden. Wir haben dann das Bild einer Einklemmung, wie wir es auch von Leistenbrüchen her kennen. An dieser Stelle der Einschnürung kann der Magen dann bluten, Geschwüre entwickeln oder sogar seine Durchblutung ernsthaft gedrosselt werden. Das tut nicht nur sehr weh, sondern birgt auch die Gefahr eines allmählichen Absterbens von Magenanteilen. Da man diese Komplikation sehr fürchtet, werden solche Hernien in jedem Fall operiert. Man verengt dabei die Durchtrittsstelle des Zwerchfells wieder auf Normalgröße. Man nennt das Verfahren transabdominale Gastropexie. Dabei wird der Magen in einer offenen Bauchoperation an der vorderen Bauchwand fixiert.

Hiatushernien: Diagnostik

Diagnostizieren kann man Hiatushernien durch Magenspiegelungen oder besser noch durch Röntgenuntersuchungen, bei denen man in Kopftieflage (relative Druckerhöhung im Bauchraum) nach Schlucken eines Kontrastmittels das Zurückgleiten von Magenanteilen in der Durchleuchtung darstellen kann (Bruchsack).

Häufig gehen Hiatushernien mit einer Refluxerkrankung einher. Daher fahndet man beim Vorliegen einer Refluxerkrankung auch meist nach einer Hiatushernie.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit!
Ihr Team von der Wicker-Klinik, Bad Wildungen

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